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Exklusiv Interview

Ein Interview mit Frau Heike Senge zu den Inhalten des neuen Weiterbildungsganges

"Psychosoziale Beratung und Gesprächsführung in der Pflege"

Es ist ein Schulungskonzept, das gezielt für die Mitarbeiter/-innen in der Pflege entwickelt wurde

Entwickelt haben das Konzept schwerpunktmäßig Pflegeakademie Leiterin Heike Senge und Dr.Andreas Knoll, Lehrstuhlinhaber an der ev.Fachhoschule Bochum und Diplom-Supervisor, Diplom Sozialarbeiter Psycho- und Sozialtherapeut. Dr. Knoll leitet dort seit mehreren Jahren Weiterbildungen zur psychosozialen Beratung und Gesprächsführung.
 


Frau Senge, was ist das Ziel der Weiterbildung?

Kurz gesagt: Die Teilnehmenden lernen, eigene Wege zu entwickeln, um individuell den einzelnen Patienten oder seine Angehörigen eingehend beraten und anleiten zu können. Sie werden dafür qualifiziert, Menschen in psychosozialen und gesundheitlichen Problemlagen zu beraten. Gleichzeitig lernen sie, die eigene Positionierung zu erkennen, ihre Rolle in einem interprofessionellen Team zu definieren und über die Klärung des eigenen Auftrages Entlastung zu finden.

Welche Inhalte hat die Weiterbildung?

Es geht um zwei Bereiche: Wir vermitteln methodische Ansätze für die Gesprächsführung - alles basierend auf der grundsätzlichen Forderung, die soziale und emotionale Situation des Patienten oder Angehörigen zu erkennen und die Gespräche darauf aufbauend zu führen. Im Bereich Psychoanalyse / Diagnostik lernen die Teilnehmenden fundiert, wie sie die individuelle Situation des Kunden erkennen und wie sie diese in ihre Gespräche einbeziehen bzw. die Gespräche darauf aufbauen. Jeder Mensch hat aus seiner Biographie Erfahrungen gesammelt und daraus Taten abgeleitet. Das gilt es anzunehmen und zu berücksichtigen. Dazu werden Techniken wie die personenzentrierte Gesprächsführung, die lösungsorientierte Beratung oder systemische Beratung vermittelt und praktisch geübt.
Der zweite Bereich ist die psychohygienische Dimension, um bei den professionell Pflegenden die Berufsfähigkeit zu erhalten und zu fördern. Die Teilnehmenden lernen auch, die eigene Situation und den eigenen Auftrag zu klären und durch die methodische Arbeit eine Möglichkeit zur persönlichen Entlastung zu schaffen. Pflege neigt dazu, alles zum eigenen Auftrag zu machen und Gerechtigkeit erzeugen zu wollen. Das führt auch zum Scheitern bzw. zu einer hohen emotionalen und psychischen Belastung der Pflegenden. Es geht darum, zu erkennen, wo die Pflege keine Verantwortung hat bzw. zu akzeptieren, wenn der Patient den Rat / Hilfe nicht annehmen möchte. Die Sozialarbeit ist schon  weiter darin, die Autonomie und Selbstbestimmung ihres Klienten anzuerkennen, die Pflege hat da Nachholbedarf.

Wie ist die Weiterbildung aufgebaut?

Ein Teil der Schulung wird in den Präsenzphasen am Wochenende (Freitag/Samstag) bei uns in der Pflegeakademie Niederrhein geleistet. Die Theorie wird mit Dozenten erörtert, danach findet der Praxistransfer in Kleingruppen statt, wobei diese Kleingruppen auch immer wieder Fallbeispiele in die Gesamtgruppe einreichen. Begleitet wird der gesamte Lernprozess durch supervisorische Gruppenstunden. Für in der Suchtberatung tätige Teilnehmer wird der Gestalttherapeutische Ansatz als zusätzlich buchbares Modul angeboten. Den Abschluss bildet im Oktober eine fünftägige Veranstaltung als Übungsblock in einer Tagungsstätte.


Warum wurde der Kurs entwickelt?


Die Pflege muss heute immer mehr Beratungsarbeit leisten. Gewollt ist ja der mündige und informierte Patient, der mit deutlich mehr Eigenverantwortung und Mitbestimmung an seinem Krankheitsbewältigungsprozess beteiligt wird. Sehen Sie sich die Forderungen in den Expertenstandards an: Da geht es immer auch um Beratungskompetenz, auch zertifizierte Einrichtungen und Zentren fordern diese. Die dafür notwendigen Kommunikationsfähigkeiten und -methoden werden aber in der Pflege-Ausbildung nicht vermittelt.

Welche Dozenten betreuen die Teilnehmer?

Fachleute aus den verschiedenen Themen. Nur einige Beispiele: Dr. Knoll und ich leiten den Einführungsbereich, dazu kommen Prof. Dr. Petr Ondracek für den Bereich personenzentrierter Ansatz oder Dr. Wolfgang Kursawe für die Psychoanalyse in der Beratung und Beatrix Hilbt als Dipl.-Supervisorin.

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